Nach langer Planung machten sich sieben Vereinsmitglieder auf den Weg ins rund 600 Kilometer entfernte Luxemburg. Ziel der dreitägigen Reise war das Lohnunternehmen Reiff in Troisvierges im Norden Luxemburgs.
Auf nach Luxemburg
Am Samstagmorgen starteten wir bereits um 6:30 Uhr. Die Fahrt führte über Stuttgart, Karlsruhe, Bad Kreuznach und Prüm in Richtung belgische Grenze. Von dort waren es noch etwa 45 Minuten bis zu unserem Ziel in Luxemburg.

Dort wurden wir von Josy Reiff herzlich begrüßt. Unser Ehrenvorstand Hannes Schmid pflegt seit einem Oldtimertreffen in Schmiechen ein freundschaftliches Verhältnis zum Seniorchef des Unternehmens.
Nach der Begrüßung blieb nur wenig Zeit, um sich vor Ort umzusehen, denn Josy Reiff hatte für unseren Besuch ein umfangreiches Programm organisiert.
Rund 150 Steyr-Traktoren
Schon kurz darauf ging es zu einem Steyr-Museum in der nächsten Ortschaft. Die Fahrzeuge waren etwas ungewöhnlich untergebracht: in einem Keller unter einem Einkaufszentrum.
Der Betreiber des Einkaufszentrums war gleichzeitig Besitzer der Traktoren und früher Händler von Steyr-Traktoren sowie der Firma Mengele in Luxemburg. In den Kellerräumen befanden sich rund 150 Steyr-Traktoren.
Besonders außergewöhnliche Schlepper waren oberirdisch in einem eigenen Raum mit Bar ausgestellt. Dort endete die Führung bei einem gemeinsamen Bier.

Anschließend bezogen wir unser Hotel und ließen den ersten Abend bei einem gemütlichen Essen ausklingen.
Zu Besuch beim Lohnunternehmen Reiff
Am nächsten Morgen begann gegen 8:30 Uhr die Besichtigung des modernen Maschinenparks der Firma Reiff samt eigener Werkstatt. Im Betrieb laufen rund 50 Fendt-Traktoren sowie zahlreiche weitere landwirtschaftliche Maschinen.
Mittags wurden wir von Josys Frau bestens bekocht.

Schlepper-Sammlungen in Belgien
Nach dem Mittagessen verließen wir Luxemburg in Richtung Belgien. Unser Ziel war eine kleine Werkstatt, deren Eigentümer früher eine David-Brown-Vertretung hatte.
Im alten Verkaufsraum war unter anderem ein Schlepper der Marke MAN ausgestellt. In einer neuen, als Museum ausgebauten Halle und auf dem gesamten Areal konnten zahlreiche David-Brown-Schlepper bestaunt werden. Ebenso waren CASE-Traktoren und Dampfmaschinen ausgestellt.
Während unseres Besuchs wurden wir mit kleinen Snacks und Sekt versorgt. Zum Abschluss ging es noch in eine Halle am Ortsrand, in der sich rund 50 weitere Schlepper befanden. Insgesamt konnten wir bei diesem Besuch etwa 100 Schlepper bestaunen.

Besuch im Güldner-Museum
Der nächste Programmpunkt war der Besuch eines Güldner-Museums mit rund 30 Schleppern. Auch dort wurden wir mit Getränken, Kaffee und Kuchen bestens versorgt.
Für die musikalische Unterhaltung sorgte unser Vereinsmitglied Christian mit seinem Akkordeon, das er eigens mit auf die Reise genommen hatte. Auch die Übergabe unserer kleinen Erinnerungsgeschenke begleitete er musikalisch.
Bei beiden Besuchen beeindruckte uns besonders die freundliche und zuvorkommende Art unserer Gastgeber in Belgien.
Anschließend ging es zurück nach Luxemburg, wo wir den zweiten Tag mit vielen neuen Eindrücken ausklingen ließen.
250 Fendt-Traktoren
Am Montag, dem letzten Tag unserer Reise, konnten wir noch eine Oldtimersammlung mit ausschließlich Fendt-Traktoren besichtigen. Die beeindruckende Sammlung umfasst rund 250 Schlepper, die auf zwei Standorte verteilt sind.
Da der Mittag näher rückte, besuchten wir anschließend noch den Fan-Shop der Firma Reiff und kauften einige Erinnerungsgeschenke.
Abschluss im Bastogne War Museum
Nach der Verabschiedung machte sich unsere Reisegruppe noch einmal auf den Weg nach Belgien. Das letzte Ziel unserer Reise war das Bastogne War Museum.
Der Rundgang durch das Museum vermittelt auf moderne und interaktive Weise die Ursachen, Ereignisse und Folgen des Zweiten Weltkriegs, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Ardennenschlacht liegt.

Heimreise nach drei erlebnisreichen Tagen
Gegen 15:30 Uhr traten wir schließlich die Heimreise an. Über Luxemburg, Saarbrücken, Heilbronn und Stuttgart ging es mit mehreren Pausen zurück nach Augsburg.
Hinter uns lagen drei erlebnisreiche, beeindruckende, aber auch anstrengende Tage mit zahlreichen besonderen Begegnungen und vielen interessanten Schleppern und Sammlungen.
Ein besonderer Dank gilt allen, die zum Gelingen dieser Reise beigetragen haben.
